Vergangene Veranstaltungen

Heimat Дüsseldorf – Lebensgeschichten auf Kyrillisch Eine Fotoausstellung von Thomas Stelzmann und Sabine Grabowski

Zentralbibliothek im KAP1, Freiraum Konrad-Adenauer-Platz 1, Düsseldorf

Thema In unserer Landeshauptstadt leben rund 650.000 Menschen. Zu ihnen gehören etwa 8.000 Menschen (Stand 2021) mit russischsprachigem Hintergrund, die aus unterschiedlichen Gründen nun in der Stadt am Rhein leben. Im Rahmen eines Jugendprojekts wurden 22 Personen, die aus Sibirien, Kasachstan, Zentralrussland oder der Ukraine stammen und heute Düsseldorfer sind, zu ihrer persönlichen Geschichte befragt. Warum haben sie ihre alte Heimat verlassen? Wie sind sie hierhergekommen, und wie fühlen sie sich in Düsseldorf, ihrer neuen Heimat? Der Düsseldorfer Fotograf Thomas Stelzmann und Dr. Sabine Grabowski (GHH) präsentieren das Projekt bei der Vernissage gemeinsam mit den Mitwirkenden. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Stadtbüchereien Düsseldorf Begleitprogramm zur Ausstellung: 06. Oktober, 18.00 Uhr»Motorrad mit kaputtem Auspuff«Stand up Comedy mit Vladimir AndrienkoVeranstaltungsort: Herzkammer in der Zentralbibliothek Düsseldorf im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf 05. November, 18.00 Uhr»Kulturschicht. Die Deutschen von Altai«Ein Dokumentarfilm von Boris SchwarzmannVeranstaltungsort: Herzkammer in der Zentralbibliothek Düsseldorf im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf

»STUS«– Erste Ausstellung über den ukrainischen Dichter und Freiheitskämpfer Vasyl Stus

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Bismarckstraße 90, Düsseldorf

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG 04. September, 19.00 Uhr – persönliche Anmeldung vorab zwingend erforderlich! Die Ausstellung wird in Anwesenheit von Vasyl Stus’ Sohn Dmytro Stus sowie von René Böll eröffnet. Dessen Vater, der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll, pflegte eine besondere Verbindung zu Vasyl Stus und setzte sich zeitlebens für verfolgte Künstlerinnen, Künstler und Intellektuelle ein. Dr. Dmytro Stus, Literaturwissenschaftler und Direktor des Taras-Schewtschenko-Museums in Kyjiw, ist Herausgeber mehrerer Werkausgaben seines Vaters und Mitautor der Anthologie »Ukrainische Dissidenten«.   Laufzeit der Ausstellung: 05. September 2025 bis 27. Februar 2026   »Hinter mir steht die Ukraine, mein unterdrücktes Volk,  dessen Ehre ich verteidige oder untergehe.«   Das schrieb der ukrainische Dichter und Freiheitskämpfer Vasyl Stus in seinen Notizen aus dem sowjetischen Straflager »Perm-36« (1983). Sein Widerstand gegen die von Moskau aus gesteuerte Russifizierungspolitik, sein unermüdlicher Einsatz für die ukrainische Sprache und Literatur, seine Übersetzungen deutscher und polnischer Lyrik ins Ukrainische sowie sein Kampf für politische Freiheit und die Achtung der Menschenrechte brachten Stus mehrfach in den Gulag. Auch zwischen den Haftzeiten unterlag er vielfältigen Repressionen, die bereits in seiner Studentenzeit in Kyjiw einsetzten. 1980 wurde er erneut verhaftet und wegen »antisowjetischer Propaganda und Agitation« zu zehn Jahren »Lager mit besonderem Vollzug« verurteilt. 1985 verstarb der […]

Kostenlos

Konrad Adenauer (1876–1967), »Briefe über Deutschland 1945–1955« und George Orwell (1903–1950), »Reise durch Ruinen. Reportagen aus Deutschland und Österreich 1945«.Doppelporträts und exemplarische Texte

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Bismarckstraße 90, Düsseldorf

Thema Im Frühjahr 1933 wurde der Zentrumspolitiker Konrad Adenauer, gebürtiger Kölner und promovierter Jurist, vom NS-Regime aus dem Amt des Oberbürgermeisters von Köln verdrängt, in das er rund anderthalb Jahrzehnte zuvor zum ersten Mal gewählt worden war. Der damals 57-Jährige zog sich mit seiner großen Familie einige Zeit später nach Rhöndorf, unweit von Bonn, zurück. Dort blieb er im Visier des Regimes, ohne dass sich Adenauer direkt an Widerstandsaktivitäten beteiligt hätte. Nach dem Scheitern des Staatsstreichversuchs. von Oberst Graf Stauffenberg und anderen im Juli 1944 wurde Adenauer dennoch von der Gestapo verhaftet, auch seine Ehefrau Auguste befand sich zeitweilig in Haft. Da ihm keine direkte Verbindung zum Widerstand nachgewiesen werden konnte, kam Adenauer Ende November 1944 wieder frei. Anfang Mai 1945 wurde er von der US-Besatzungsmacht wieder als Oberbürgermeister von Köln eingesetzt, Anfang Oktober 1945 wurde er von der inzwischen zuständigen britischen Militärregierung jedoch entlassen. Bereits kurz vor Kriegsende hat Adenauer Briefkontakte (wieder-)aufgenommen, von denen er sich Hilfe für den notwendigen Wiederaufbau und dringliche Versorgungsfragen versprach. In seinen Briefen wird seine Einschätzung der Situation und der politischen Perspektiven Deutschlands am Ende des Zweiten Weltkriegs und kurz danach deutlich. George Orwell wurde unter dem Namen Eric Arthur Blair 1903 als Sohn […]